Im zweitletzten WM-Qualifikationsspiel der Gruppe A ist Luxemburg am Samstagabend in Stockholm mit 0:8 gegen die schwedische Auswahl untergegangen. Es war die höchste Niederlage seit 1982 (0:9 gegen England).

Eine Schwalbe des  gegnerischen Stürmers hatte entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der Partie. Durch diesen Erfolg fahren die Skandinavier mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Sommer zur Weltmeisterschaft nach Russland.

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In der ausverkauften Friends Arena (50.022 Zuschauer) setzte der luxemburgische Nationaltrainer Luc Holtz auf ein 4-4-1-1-System. Gegen die Skandinavier fehlten die verletzten Stammspieler Lars Gerson und Maxime Chanot sowie Laurent Jans (Gelbsperre).

Neu in der Startaufstellung im Vergleich zum 0:0-Unentschieden am 3. September gegen Frankreich war der defensive Mittelfeldspieler Dwayn Holter sowie die beiden wieder genesenen Routiniers Aurélien Joachim und Mario Mutsch.

Schwalbe

Die Schweden setzten die Luxemburger von Beginn an unter Druck. Aber erst eine Fehlentscheidung des türkischen Unparteiischen Göçek führte zum ersten Treffer. Nach neun Minuten liess sich Ola Toivonen geschickt im Strafraum fallen, der Schiedsrichter fiel darauf herein und entschied auf Elfmeter. “Tre Kronor”-Kapitän Andreas Granqvist trat an und traf.

Ab jetzt lief es so richtig gut bei den Schweden. Den Luxemburgern merkte man die Niedergeschlagenheit nach dieser Ungerechtigkeit an. In der 18. Minute legte Oldie Marcus Berg mit dem 2:0 nach. Als kurz vor der Pause Toivonen von einem Fehlpass von Mutsch profitierte und Berg bediente, der das 3:0 erzielte, war die Partie bereits entschieden.

Die einzige Chance für Luxemburg in den ersten 45 Minuten hatte Vincent Thill mit einem Freistoß aus 25 Metern, der knapp am Gehäuse des schwedischen Torwarts vorbeiging.

Wechsel

In der Pause nahm FLF-Coach Luc Holtz gleich zwei Wechsel vor und brachte mit Gerson Rodrigues und David Turpel zwei neue Stürmer. Die Brüder Vincent und Olivier Thill  mussten in der Kabine bleiben.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die “Roten Löwen” gleich zwei gute Chancen durch Joachim (48′) und Rodrigues (52′).

Untergang

Die Antwort der Hausherren ließ jedoch nicht lange auf sich warten. In der 54. Minute spazierte Berg ohne angegriffen zu werden durch die FLF-Hintermannschaft und erzielte mit einem platzierten Schuss das 4:0. Kurz danach erzielte Lustig mit dem Kopf den fünften schwedischen Treffer. In der 60. Minute hielt Chris Philipps die Hand im Strafraum hin. Den fälligen Elfmeter verwandelte wieder Granqvist zum 6:0. Das 7:0 durch Berg und das 8:0 durch Toivonen folgte auf dem Fuß.

Am kommenden Dienstag trifft die FLF-Auswahl zum Abschluss der WM-Qualifikation im Stade Josy Barthel auf Bulgarien (20.45 Uhr).

Statistik:

Schweden (System: 4-4-2): Olsen – Lustig (61. Krafth), Granqvist (80′ Helander), Lindelöf, Augustinsson – Claesson, S. Larsson, Johansson, Forsberg – Berg (74′ Thelin), Toivonen

Luxemburg (System: 4-4-1-1): Joubert – Mutsch, Philipps, Malget, Jänisch – O. Thill (46′ Rodrigues), Holter, Martins (70′ Skenderovic), da Mota – V. Thill (46′ Turpel) –  Joachim

Schiedsrichter: Göçek – Yilmaz, Ersoy (alle Türkei)

Gelbe Karten: da Mota

Torfolge: 1:0 Granqvist (10′, Foulelfmeter), 2:0 Berg (18′), 3:0 Berg (38.’), 4:0 Berg (54′), 5:0 Lustig (60′), 6:0 Granqvist (67′, Handelfmeter), 7:0 Berg (71′), 8:0 Toivonen (77′)

Beste Spieler: Berg, Forsberg, Lustig – Rodrigues

Zuschauer: 51.022 zahlende

6 Kommentare

  1. Eieiei … Mund abwischen, abhaken, weitermachen, und gegen Bulgarien wieder eine mehr Sieg-gegen-Belarus- oder 0:0-gegen-Frankreich-ähnliche Leistung auftischen. Kopf hoch!!

  2. Klappt nicht recht mit der Fußballnation Luxemburg.
    Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling. Und dann noch ein Türke der unparteiisch sein soll??
    Aber ich darf doch sehr bitten. Die Ützgürs sind doch nicht unparteiisch. Schon gar nicht wenn sie zu dritt sind,gell!

  3. Wéi een an der auslännescher Press liest, konnt den hollänneschen Trainer sech en 8-0 net virstellen.
    Pech fir den Advocaat, “eis rout Léiwen” hu him bewisen, dass si och dat fäerdech bréngen.

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