Mit aufgefrischter Motorenpalette bläst Nissan zum Angriff und startet mit dem Qashqai in die Benziner-Offensive. Robert Spirinelli testete den mit 1,3-DIG-Turbo-Benzinmotor ausgestatteten Crossover.

Mit der Einführung des neuen 1,3-Liter-Motors im Qashqai hofft Nissan die richtige Antwort auf die aktuellen Marktanforderungen, die bekanntlich wieder vermehrt auf Benziner ausgerichtet sind, gefunden zu haben. Das neue Triebwerk feiert im Nissan Qashqai sein Debüt und wird gleich in drei Varianten angeboten, und zwar: mit 140 PS, 240 Nm und Sechsgang-Schaltgetriebe oder mit 160 PS, 260 Nm und Sechsgang-Schaltgetriebe sowie mit 160 PS, 270 Nm und dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe 7DCT. Entwickelt wurde der Motor übrigens im Rahmen der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz in Zusammenarbeit mit Daimler.

Neben dem reduzierten Kraftstoffverbrauch und den geringeren CO2-Emissionen soll der neue Motor auch ein sanfteres Ansprechverhalten im unteren Drehzahlbereich sowie eine zügigere Beschleunigung bieten.

Extreme Laufruhe

Bei der Schlüsselübergabe konnten wir dem Nissan-Manager bereits seine innere Überzeugung vom neu motorisierten Qashqai in den Augen ablesen und tatsächlich überraschte der Crossover schon beim Anlassen des Triebwerks durch seine extreme Laufruhe, eine charakteristische Eigenschaft, die wir während der gesamten Probefahrt zu schätzen wussten. Überhaupt erinnert der fünftürige Qashqai stark an die in der Ruhe liegende Kraft eines Sumotori und besticht durch seinen gesamten Auftritt.

Auffallend massiv sind die äußeren Rückspiegel, die uns zwar ständig an Jumbos Elefantenohren erinnerten, ihren eigentlichen Zweck aber mustergültig erfüllten und die Verkehrslage hinter dem Qashqai schon fast panoramaartig widerspiegelten.

 

Mehr Leistung

Während der Testfahrt zeigte sich der 1,3-Liter-Vierzylinder mit 140 PS, 240 Nm erstaunlich schwungvoll und bewies seine extreme Zuverlässigkeit durch sichere Fahreigenschaften sowohl in der Stadt als auch über Land. Ihren Teil dazu bei trugen die ausgewogene Fahrwerks- und Lenkabstimmung sowie die griffige Bremsanlage. Flottes Vorankommen garantiert der Qashqai ohnehin, und mit guten Platzverhältnissen, seiner schlichten, aber sehr ordentlichen Verarbeitung, guter Serienausstattung und aufgebessertem Infotainmentsystem kann der Crossover nicht nur beim Fahrer, sondern auch bei den Passagieren punkten.

Serienmäßig gut ausgestattet, enthält der Qashqai bereits wichtige Sicherheitssysteme wie u.a. einen Notbremsassistenten mit Kollisionswarnung. Ggenüber dem bisherigen 1,2-Liter-Benziner liefert der neue 1,3-Liter-Benziner 25 PS mehr Leistung und 50 Nm zusätzliches Drehmoment, wodurch schnellere und sicherere Überholmanöver möglich sind. Knappe zehn Sekunden braucht der Crossover, um aus dem Stand die 100 km/h zu erreichen, und auch der Testverbrauch von 6,9 Litern pro 100 km – der, obschon nicht ganz so sparsam wie vom Konstrukteur versprochen (5,3 l/100 km) ausfiel – kann sich durchaus sehen lassen.

Wer allerdings dem eher sanften „Sumotori“ die volle Kraft abverlangt, wird gleich merken, dass bei rasanter Autobahnfahrt der Bordcomputer den Spritkonsum genauso schnell berechnet und eifrig auch schon mal die 8-Liter-Markierung überschreiten kann.

Teschnische Daten:
Modell: Nissan Qashqai 1,3 Turbo (140 PS)
Motor: 1,3-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner
Getriebe: 6-Gang-Handschaltung, Frontantrieb
Leistung: 140 PS (103 kW) bei 5.000 Umdrehungen
Verbrauch: 5,3 l/100 km / CO2: 121 g/km
Beschleunigung von 0 – 100 km/h: 10,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 193 km/h
Abmessungen: Länge: 4,39 m, Breite: 1,81 m
Kofferraum: 430-1.585 Liter
Preis: ab 21.197 Euro (Ausstattungslinie „Visia“)

2 Kommentare

  1. Bei der rouder Konkurrenz mat 3 Buchstawen, hat den Tester beim 1.3L Modell op senger Autobunns-Heemstreck 10L/100km Verbrauch bei anscheinend bis zu 130km/h. Ech hun haut mäin Schummel -Diesel mat méi PS an der hiwweleger Äifel gebretscht (net nemmen e besschen) an hat 6.2L/100km Vebrauch… Kleng Turbobenzinner bleiwen nach emmer keng Alternativ fiir mech. Außer am Zéifloss op der Landstrooss mat 50-70km/h vläit, mee do brauch ech keen SUV.

    Wéi lang dauert et nach bis Renault d’Mark NIssan ofschaft? Ech gesinn kee Mehrwert, selwecht Motoren, selwecht Chassisen wéi bei Renault an Dacia, an Einsteiger Mercedes.

  2. Also ich hatte 2003 (vor 16 Jahren) einen Peugeot 206 mit 136 PS, der ging in 8 Sekunden von 0 auf 100 und verbrauchte 7 Liter und er hatte keinen Turbo.

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here