15. Dezember 2016 10:49;Akt: 15.12.2016 17:53

Studienhilfen auch für Stiefkinder

LUXEMBURG

Ein Student dessen Stiefvater oder Stiefmutter in Luxemburg arbeitet, darf eine Studentenhilfe beantragen. So urteilte am Mittwoch der Europäische Gerichtshof.

 (Bild: Thomas Frey)

Drei Studenten hatten auf dem luxemburgischen Verwaltungsgericht eine Klage eingereicht. Sie stammen aus Patchworkfamilien. Ihr Stiefvater oder ihre Stiefmutter arbeiten in Luxemburg. Ihre beiden leiblichen Eltern nicht. Sie hatten, als sie auf die Uni gingen, eine Studentenhilfe in Luxemburg beantragt, das jedem Kind eines Grenzgängers zusteht.

Ihnen wurde geantwortet, dass sie Stiefkinder - und nicht Kinder - eines luxemburgischen Grenzgängers sind und deswegen keine Studienhilfe bekommen würden. Das Verwaltungsgericht reichte die Klage weiter an den Euräischen Gerichtshof (EuGH). Dieser entschied nun, dass die Stiefkinder von Grenzgänger sehr wohl ein Recht auf eine Studienhilfe haben.

Gemeinsame Wohnung genügt

Sie gruben zur Erklärung eine Definition des Kindes, das durch eine Richtlinie für die EU aufgestellt worden war. Hierin steht auch, dass "die Verwandten in gerader absteigender Linie des Ehegatten oder des Lebenspartners, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder denen von diesen Unterhalt gewährt wird", zu den Kinder zählen. Also auch Stiefkinder.

Das EuGH ging allerdings noch weiter. Die beiden Eltern müssen nicht unbedingt verheiratet sein, damit das Stiefkind Geld bekommt. Es genügt, dass eine gemeinsame Wohnung nachgewiesen wird. Auch die eingetragene Partnerschaft, also der "Pacs" gelten.

tageblatt.lu/niw

  • ghjkklljjh am 15.12.2016 17:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsere grossen politiker von weltruf ziehen durch unangebrachte,unnötige und bleidigende bemerkungen die ranküne andrer nationen auf uns.deren vertreter werden sich über jeden möglichen hieb auf uns freuen.andere kleinstaaten geniessen unbemerkt, neidlos und in ruhe ihre habe.

  • Resümee am 15.12.2016 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Unter Juncker setzte sich Minister Biltgen mit seine Kindergeldreform durch. Eine Studienbeihilfe sollte das Kindergeld ersetzen und somit möglichst viele junge Wähler für die CSV gewinnen. Finanziert wurde das Vorhaben durch den Wegfall des Kindergeldes, vor allem aber aus dem Teil der sonst an die Grenzgänger ausgezahlt worden wäre. Heute ist Juncker Kommissionspräsident und Biltgen sitzt als Richter im EUGH.... soll sich doch jeder selbst seinen Reim darauf machen.

  • pije am 15.12.2016 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden