08. Januar 2017 12:04;Akt: 09.01.2017 22:24

Gratistransport: Ja, aber …

UNEL

Die UNEL („Union nationale des étudiant-e-s du Luxembourg“) begrüßt den kostenlosen Gratistransport für Studierende bis 30 Jahre. Sie sieht jedoch auch Schwachstellen.

Den kostenlosen öffentlichen Regionalverkehr hatten Nachhaltigkeitsminister François Bausch und der Delegierte Minister für Hochschule und Forschung, Marc Hansen, im Anschluss an ein Treffen mit Vertretern der ACEL („Association des Cercles d’étudiants luxembourgeois“) und der Jugendabteilung des LCGB bekannt gegeben. Bislang galt der Gratisverkehr nur für Schüler.

Die UNEL, die sich prinzipiell darüber freut, dass der Gratistransport nun endlich kommt, nachdem sie das Thema vor zwei Jahren bereits mit Minister François Bausch diskutiert hatte, weist jedoch darauf hin, dass der Weg noch lang sei, um aus dem „Autoland“ Luxemburg einen Musterschüler in Sachen Ökologie und Nachhaltigkeit zu machen.

In einer Mitteilung unterstreicht die UNEL, dass auch ein kostenloser öffentlicher Verkehr den an der Universität Luxemburg Studierenden aus dem Norden des Landes das Leben nicht viel leichter machen wird. Schuld hieran seien die fehlenden Transportverbindungen aus dem Süden des Landes in Richtung Norden.

Verbindungen ausbauen

Drei Stunden täglich im Zug verbringen zu müssen, um zur Universität zu gelangen, sei übermäßig lang. Viele Studenten aus Wiltz, Clerf und anderen Nordgemeinden würden sich daher gezwungen sehen, auf den eigenen Wagen zurückzugreifen.

Andere würden eine eigene Wohnung im Süden des Landes suchen, um ihre Lebensqualität nicht zu sehr einschränken zu müssen. Dies jedoch sei mit hohen Kosten verbunden.

Wenn durch die Nutzung des eigenen Wagens bis zu zwei Stunden Zeit am Tag gewonnen werden könnten, dann würde dies vorrangig den Individualverkehr fördern. Die UNEL fordert daher, dass die Bus- und Zugverbindungen zwischen Belval und den dünner besiedelten Gebieten im Lande dringend ausgebaut werden.

Weiter fordert sie, dass mehr bezahlbarer Wohnraum im Umfeld der Universität entstehen soll. Die Studenten müssten die Möglichkeit haben, in der Nähe ihres Studienortes zu wohnen. Solche Wohnungen müssten vor allen Dingen auch erschwinglich sein, so die UNEL.

Alles in allem seien die Verbindungen zur Universität Luxemburg landesweit alles andere als ideal. Was bewirke, dass ein kostenloser öffentlicher Transport nicht auch zwingend zu ökologischer Nachhaltigkeit führe.

tageblatt.lu

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  • Thorsten am 09.01.2017 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Habe nicht Studiert und bitte doch mal die UNEL mir zu erklären wie ein Student, bei 3 Stunden Zugfahrt, aus dem Norden, bis zu 2 Stunden sparen kann mit dem Auto? Das wäre ja eine Fahrtzeit von knapp 1 Stunde, vom Norden bis nach Belval und zurück. Ja wie schnell wollen die den Fahren? Von Wiltz nach Belval sind es circa 80km, hin und zurück sind das 160km und diese sollen in einer Stunde gefahren werden? bei einer max. Geschwindigkeit von 130 auf der Autobahn? und es gibt ja mal keine Autobahn bis nach Wiltz. Verstehe es nicht.

  • Sou ass et am 09.01.2017 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Die Uni in der untersten Ecke des Landes anzusiedlen war wieder eine landesplanerische Glanzleistung unserer vorherigen Regierungen.

    • Awer och esou... am 09.01.2017 12:38 Report Diesen Beitrag melden

      An Owes as d´Haptstad doud, do wou sos liewen an de Bistroen war as gähnende leere, awer dat war wahrscheinlech esou gewollt

    • Jacques am 09.01.2017 18:09 Report Diesen Beitrag melden

      Awer och esou.. Nët nëmmen d'Staadt as dout. Och anerwärts gin owes um 18h d'Trottoiren eropgeklappt. Waat soll een no Feierowend dann nach do maachen?Kino war gëschter, Baalen virgëschter,Keele spillen am leschte Joerhonnert an wann ee gär geschwënn zu Fouss geet muss een Owes an der Staadt nach e puer Himpecher (3 gin duer) drénken.

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  • ee Student am 09.01.2017 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich sowiso eine Wohnung mieten muss kann ich auch direkt im Ausland an einer anerkannten Uni studieren. Oft ist das Wohnen und Leben da billiger als in Luxusburg. Und man verliert keine Stunden zum lernen pro Tag im Zug.

    • kee Student am 09.01.2017 17:00 Report Diesen Beitrag melden

      @ee Student. Vergessen Sie aber nicht im Ausland zu tanken und Ihre Kippen zu kaufen denn im Ausland ist alles viel billiger als im reichen Luxusburg.

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