Elektroautos sehen nicht gerade verführerisch aus, sie sind zudem noch teuer, und eher langweilig. Richtig tolle Modelle stehen kaum zur Auswahl und ihre CO2-Bilanz ist ebenfalls mehr als fragwürdig. Nissan möchte damit aufräumen und so manche Vorurteile aus dem Wege räumen. Denn der Pionier in Sachen Elektromobilität will demonstrieren, dass es auch anders geht und man mit neuen Batterien weiter kommt, als angenommen. Der Leaf ist mit über 283.000 Einheiten nicht nur das meistverkaufte EV der Welt, sondern er kämpft tapfer gegen die “Reichweitenangst” und schafft neuerdings schon über 300 Kilometer.

Reichweite ist das, was batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge von konventionell angetriebenen Autos am deutlichsten unterscheidet, und was die Menschen bei der Auseinandersetzung mit der Elektromobilität am meisten beschäftigt. Ein Benziner legt pro Tankfüllung locker 400 bis 700 Kilometer zurück. Von ganz anderem Interesse ist hingegen die Frage, ob ein Elektroauto pro Akkuladung 200 oder 350 Kilometer schafft. Was vor allem an der Sorge liegt, bei sich leerenden Batterien noch rechtzeitig eine Ladestation zu finden.

Der erste Leaf ging im Jahr 2010 mit 160 Kilometern Reichweite pro Batterieladung an den Start. Nach einer Überarbeitung im Jahr 2013 kletterte dieser Wert auf knapp 200 Kilometer, mit der Einführung einer neuen 30-kWh-Batterie zum Modelljahr 2016 dann auf 250 Kilometer. Jetzt hat Nissan die zweite Modellgeneration des Leaf – nun mit einer 40-kWh-Batterie – enthüllt. Die Neuauflage des Pioniers kann schon mit dieser Batterie bestellt werden, und ab Januar des kommenden Jahres rollt sie auf unseren Straßen. Dank weiter verbesserter Akkuleistung und des optimierten Antriebsstrangs soll sie bis zu 370 Kilometer schaffen, ehe sie wieder an die Steckdose muss. Von der ersten zur zweiten Generation hat sich die Reichweite damit mehr als verdoppelt.

Besonders wichtig zur Bekämpfung der Reichweitenangst ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Nur wer eine Ladesäule in seiner Nähe weiß, verliert die Sorge vor leeren Akkus. Da ist der Transport- und Infrastrukturminister mehr denn je gefordert und hier muss länderübergreifend in Europa noch viel passieren. In manchen Ländern bietet Nissan jetzt auch kostenloses Aufladen ihres Fahrzeugs in den eigenen Händlerbetrieben an und zwar unabhängig davon, welches Fabrikat sie fahren.

Für Menschen, die ihr Auto größtenteils für die Fahrt zur Arbeit und abends wieder zurück nach Hause benutzen, dürfte in Luxemburg die Reichweite einer neuen leistungsstarken Batterie kein Problem mehr darstellen. Nur wer weitere Reisen plant, wer am Wochenende zum Beispiel an die belgische Küste möchte, der muss sich das mit einem Elektrofahrzeug gut überlegen. Für den bietet Nissan nun einen eigenen Service an. Es nennt sich MOBI Card, und wer einen Leaf oder e-NV200 fährt, kann damit für insgesamt 14 Tage im Jahr einen Qashqai mieten, und damit auf große Reise gehen. (Roland Baumann)

4 Kommentare

  1. Dofir (fir all dat Gedeesems mat Stecker etc. etc.) kaafen ech mir erëm een Auto dee seng Batterien selwer oplued a fir de Rescht mat 95er Bensin fiert. (7,1 Liter / 100 km., och mat Ardennen oder Eifeltouren))
    Main aktuellen (och Japaner) huet elo genau 100 675 km no 3 Joer um Bockel ouni iergendee Problem.

  2. Apropos Laden.

    Zu Diddeleng dauchen dës Woch erëm all Dag Auslänner op, déi hiren E-Auto gären géifen opluede bei der Gemeng.
    Leider feiert déi sozialistesch gefouert Gemeng elo erëm eng Kéier ‘Kirchweih’, (manner wéi en hallwe Prozent geet an d’Kierch) an dat heescht, all déi Leit kommen net bei d’Ladestatioun, wëll d’Gemengepappen déi leider genee op déi Plaz gesat hu wou Kiermes ass, obschonn vun der Strooss hier genuch Plaz gewiescht wär fir en Zougang z’erlaben.
    Et gëtt héich Zäit, dass déi Gréng mat an d’Koalitioun kommen, fir dass esou Topegkeeten emol ophalen.

    • Männer wéi een halwe Prozent geet an d’Kiirch, mee 99% wëllen e kirchlech Begriefnes. Komesch ? An 9 Wochen as Chrëschtdaach. Da gesäit een wievill der nach an d’Kirch gin, wann nämlech Metten as an der nach e puer honnert virun der Kiirchendier stin.

  3. Beim BMW i3 gibt es keine Reichweitenangst: Er hat ein (vollautomatisches) Notstromaggregat,das zwar nicht auf die Räder wirkt, aber die Batterien -während der Fahrt- und ohne Zutun des Fahrers bei Bedarf auflädt ! Es muss weder gestartet noch abgestellt werden, es gibt kein Gaspedal und keine Kupplung: Eben VOLLautomatisch ! Also Herr René Charles: Kee Gedeessems. Und der (Auf)Preis ? BMW.!! Es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben.

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