Mercedes-Benz nimmt zurzeit unter den Automobilmarken der Welt wertmäßig den ersten Platz ein. Das zeigt eine neue Studie von Brand Finance in London, einer der weltweit führenden Agenturen für Markenbewertung und Strategieberatung mit Niederlassungen an 20 über den Globus verstreuten Standorten. Damit verweisen die Schwaben jetzt Toyota und den Rivalen BMW auf die nachfolgenden Plätze auf dieser Liste.

Noch wertvoller als Mercedes-Benz schneidet der Volkswagenkonzern mit seinen zahlreichen verschiedenen Marken ab. Das gesamte Portfolio kommt auf einen Wert von zusammen 75,8 Milliarden.

Der Markenwert entspricht dem wirtschaftlichen Nettogewinn, der durch den Verkauf der Marke erzielt würde. Die Markenstärke weist aus, welcher Anteil des Umsatzes eines Konzerns von seiner Marke getragen wird.

Die Sparte Mercedes-Benz Cars bei Daimler umfasst die Marken Mercedes-Benz mit den Submarken Mercedes-AMG, Mercedes-Maybach und Mercedes me sowie die Marke Smart und die neue Marke EQ für Elektromobilität. 2017 hat dieses Geschäftsfeld seinen Wachstumskurs fortgesetzt.

Der Absatz stieg um acht Prozent auf den Höchststand von 2.373.500 Fahrzeugen und der Umsatz um sechs Prozent auf 94,7 Milliarden Euro. In nahezu allen Regionen konnte Mercedes-Benz Cars die Marktposition verbessern.

Mercedes habe seinen Markenwert gegenüber dem Vorjahr um beeindruckende 24 Prozent auf 43,9 Milliarden US-Dollar steigern können. Toyota dagegen fiel um sechs Prozent und liegt nun bei 43,7 Milliarden Dollar. Grund dafür sei die vergleichsweise schwache Position des japanischen Autoherstellers in China. Die chinesische Kundschaft habe sich nur langsam für seine Autos erwärmen können. Ganz im Gegensatz zu Luxusmarken wie Mercedes-Benz.

Was den chinesischen Markt angeht, so tauchen auf der Liste eine Reihe von Unternehmen auf, die in China bedeutend, auf vielen globalen Märkten aber unbekannt sind. Dazu gehören zum Beispiel Haval und Geely. Geely legte sich jetzt eine fast zehnprozentige Beteiligung an Mercedes-Benz zu, was seinen Rang in der Markenbewertung weiter ankurbeln dürfte.

Als der prozentual größte Gewinner des letzten Jahres schneidet Aston Martin ab. Der britische Autohersteller stieg gegenüber 2016 um 268 Prozent und hat jetzt einen Markenwert von 3,6 Milliarden Dollar. Als bester amerikanischer Autohersteller kam Ford auf den achten Platz. Die Marke fiel von Platz sechs im Jahr 2016 auf Platz acht und musste einen Wertverlust von 5,2 Milliarden auf 17,2 Milliarden Dollar hinnehmen.

Die insgesamt wertvollsten Unternehmen der Welt liegen freilich um Längen vor der Automobilindustrie. Es sind Amazon (150,8 Milliarden Dollar), Apple (146,3 Milliarden Dollar) und Google (120,9 Milliarden Dollar). (ampnet/hrr)

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