Mit dem neuen Modell entwickelt sich der Münchener Lastwagenproduzent zu einem Anbieter, der die Segmente von drei bis 44 Tonnen abdeckt. Trotz der unübersehbaren Ähnlichkeit spricht das Unternehmen selbstbewusst vom „MAN unter den Transportern“, von dem in Zukunft bis zu 20 000 Exemplare pro Jahr abgesetzt werden sollen.

5,5 Tonnen Gesamtgewicht

Der TGE kommt wahlweise mit Front-, Heck- oder Allradantrieb zu den Kunden. Als Kraftübertragung kommt entweder ein manuelles Sechs-Gang- oder ein Automatikgetriebe mit acht Gangstufen zum Einsatz. Dazu lassen sich noch drei Längen
(5,9, 6,8 oder 7,4 Meter) mit verschiedenen Höhen und Radständen kombinieren, so dass am Ende ein maximales Ladevolumen von 18,4 Kubikmetern und 5,5 Tonnen zulässiges
Gesamtgewicht entstehen.

Von 102 bis 177 PS

Als Antriebe setzt MAN auf die schon im Crafter bewährten
Aggregate mit einer Leistungsbreite von 75 kW / 102 PS bis 130 kW / 177 PS. Im Fahrbetrieb unterscheidet sich der MAN nicht wesentlich vom VW-Schwestermodell. Auch der TGE bietet vor allem mit dem optionalen Komfort-Fahrersitz eine Umgebung, die
mehr an die Welt der Personenwagen erinnert als an den früher üblichen rauen Charme der Nutzfahrzeuge. Der Arbeitsplatz ist aufgeräumt, die Materialien dem Einsatz entsprechend ausgesucht und sauber verarbeitet, sodass eine durchaus angenehme Arbeitsatmosphäre entsteht. Bei den Ablagen verfuhren die Entwickler nach dem Motto „Darf‘s ein bisschen mehr sein?“ und nutzten jeden verfügbaren Raum.

Reichhaltige Serienausstattung

Wie der VW Crafter kommt auch der TGE mit zahlreichen Assistenzsystemen auf den Markt. Serienmäßig spendieren die MAN-Verantwortlichen dem TGE den Notbremsassistenten EBA (Emergency Brake Assist). Die integrierte Notbremsfunktion
bremst dabei den Transporter bei geringen Geschwindigkeiten automatisch ab und verhindert auf diese Weise im Idealfall Auffahrunfälle und Ausfallzeiten. Gegen Aufpreis sind unter anderem der Rückfahrassistent, der beim Ausparken vor Querverkehr warnt, der Anhängerassistent für das Rangieren, ein Seitenwindassistent und ein Spurhaltesystem lieferbar.

Als Zielgruppe hat MAN Kunden in den Bereichen Logistik und Bau ausgemacht, wo die Marke schon jetzt erfolgreich unterwegs ist. Daneben will man aber auch bei den Kurier-, Express- und Paketdienstleistern (KEP) sowie im Handwerk Fuß fassen. Dabei setzen die Münchener auf ihre Erfahrungen aus dem Nutzfahrzeugbereich.

Viele Transporter werden erst nach dem Kauf für die individuellen Einsatzzwecke aufgerüstet. Beim TGE, so die MAN-Planungen, wird in Zukunft alles aus einer Hand kommen – vom passenden Aufbau bis zur Finanzierung.

tageblatt.lu/ampnet