Groß, fein und chic, so könnte man den DS7 Crossback beschreiben, einen Luxus-SUV, der mit viel Komfort und vornehmer Ausstattung überzeugt, im Fahrbetrieb mit seinem 180 PS starken 1,6-Liter-Diesel nicht faul zu Werke geht, aber klar erkennen lässt, dass er die Akzente auf Fahrkomfort und markantes Design setzt und weniger auf atemberaubende Fahrleistungen.

Die Bedienungsschalter für die Fensterheber hat man auf der Mittelkonsole angebracht; das mag originell und pfiffig erscheinen, doch hier wären andere Schalter nutzvoller untergebracht, wie etwa diejenigen von Assistenzsystemen, die man auf dem Touchscreen-Display nach einigem Suchen findet, wie überhaupt die gesamte Bedienung der Menüs und Untermenüs des Infotainment einigermaßen kompliziert ist.

Zum besseren Verständnis: Unser Testwagen hatte die höchste Ausstattungsstufe „Opéra“, die alles bringt und hat, was man sich wünschen kann. Man fährt damit wie „Gott in Frankreich“, auch wenn Gott dort überhaupt nicht mehr angesagt ist und die Federung längst einen europäischen Härtegrad angenommen hat, der keinen Vergleich mehr mit der Citroën-DS einstiger Prägung zulässt, welche die Franzosen damals für sich entwickelt und gebaut hatten und mit einigem Ärger verfolgten, wie diese samtweiche Federung auch im Ausland gefeiert wurde, bevor französische Geografielehrer dann herausfanden, dass das Ausland gar nicht so weit von Frankreich entfernt war.

Die Ledersitze im Opéra DS7 sind formschön und ergonomisch vorbildlich, das Design im Innenraum betont verspielt und originell, die Franzosen mögen das und sind überzeugt, dass wir das auch tun. Der DS7 Crossback ist eine ideale SUV-Reiselimousine, wobei man sich fragt, warum SUV und warum kein Allrad, wenn man schon auf die ausländische Konkurrenz in diesem Segment schielt. Nachtfahrten sind mit diesem Auto ein Genuss, die Gegenlicht- und Fußgängererkennung entlasten den Fahrer enorm und erlauben ihm, in allen Situationen den klaren Durchblick und die Hände am Steuer zu haben.

Fahrerisch zeigt sich der D7 Crossback als souveränes Reisemobil mit großem Platzangebot für drei Passagiere hinten und großzügig bemessenem Kofferaum. Mit seiner Achtgang-Automatik gleitet er je nach Wunsch entspannt oder beschwingt dahin, mit seiner Größe zeigt er sich sehr handlich und umgänglich in der Stadt wie auch in engen Kurven. Eine lobenswerte Limousine, welche die Frage aufwirft, weshalb man einen SUV daraus machen musste, wenn auch einen sehr edlen und vornehmen.

 

1 Kommentar

  1. Wenn ich die DS-Baureihe von Citroën sehe kann ich nur den Kopf schütteln !
    Was haben diese Schickimicki, dem aktuellen Allerweltsdesign angepasste Blecheimer mit Bertonis absolut einmaligem Entwurf der Göttin von Citroën gemeinsam. Allein schon das DS-Logo ist eine reine Qualzüchtung…

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