41 Jahre nach Markteinführung des allerersten Fiesta schickt Ford nun die neuste Generation des ikonischen Kleinwagens, der insgesamt bislang 18 Millionen Mal verkauft wurde, an den Start. Immerhin einen halben Meter länger als sein Urahn, bietet der Neuling nahezu alles, was das Kundenherz in diesem Segment bislang kaum zu begehren wagte.

Ob es sich nun beim Neuling, wie manche Quellen (so etwa die Internetplattform Wikipedia) behaupten, um die siebte oder – wie die Ford-Presseabteilung selbst meint – um bereits die achte Generation handelt, ist Ansichtssache, sei’s drum, den Fiesta gibt es wie gehabt als Drei- oder Fünf-Türer, zur Auswahl stehen auf dem belgisch-luxemburgischen Markt die Ausstattungen Trend, Business und Titanium. Zudem ist der Fiesta in der luxuriösen Vignale-Ausführung, welche zudem etliche Sonderleistungen wie etwa einen Abholdienst bei anfallenden Werkstattterminen beinhaltet, und als sportliche ST-Line erhältlich. Im nächsten Jahr folgen der Crossover Fiesta Active sowie die Performanceversion Fiesta ST.

Fiesta mit Persönlichkeit

Alle Varianten der ab 14.553 Euro erhältlichen neuen Fiesta-Modelle unterscheiden sich durch eine eigenständige Front und somit Persönlichkeit. Der Fiesta Vignale wirkt dank zahlreicher satinierter Karosserie-Elemente und hochwertiger Interieur-Komponenten besonders edel. Der minimalistisch designte Chrom-Grill des Fiesta Titanium unterstreicht dessen Eleganz und Stil, während der gitterförmige Kühlergrill des Fiesta ST-Line auf dessen Kraft und Sportlichkeit hinweist. Zur Wunschausstattung gehören ein Panorama-Glasschiebedach und das B&O-PLAY-Soundsystem für ein erstklassiges Hörerlebnis.

Das Interieur ist auf den Fahrer ausgerichtet. In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein schwebender, von Tablets inspirierter Touchscreen. Dieser 8-Zoll-Bildschirm kann mit Wisch- und Klemmbewegungen bedient werden. Zur Verfügung stehen zudem ein schwebender 6,5-Zoll-Bildschirm oder ein 4,2-Zoll-Bildschirm, letzterer in Verbindung mit MyFord Dock, einem System zur Befestigung und zum Laden von Mobiltelefonen oder portablen Navigationsgeräten. Zu den attraktiven Ausstattungsdetails, die üblicherweise nur für größere und teurere Autos erhältlich sind, zählt auch das beheizbare Lenkrad.

Weit über den Standardverhältnissen

Der neue Fiesta bietet 15 raffinierte Technologien, die den Kunden im täglichen Leben, sei es beim Fahren oder Parken, unterstützen, und ist damit der technologisch wohl fortschrittlichste Kleinwagen. Die Sensoren des Fiesta überwachen einen 360-Grad-Radius rund um das Fahrzeug und sie blicken 130 Meter voraus – das ist mehr als ein Fußballfeld lang ist. Damit verfügt der neue Fiesta – als erste Baureihe von Ford – über die jüngste Generation des Pre-Collision-Assist, das Fußgänger erkennt, die vor dem Auto sind oder von der Seite her kommend vor das Auto treten, und die Bremse betätigt, sollte der Fahrer nicht auf Warnsignale reagieren. Diese Technologie funktioniert mittels Frontlichter auch in der Nacht.

Erstmals bei der Fiesta-Baureihe kommt auch der Aktive Park-Assistent mit Ein- und Ausparkfunktion zum Einsatz. Ein Novum im Segment stellt außerdem das Cross Traffic Alert-System dar, das beim rückwärts aus Parkbuchten Herausfahren vor anderen Verkehrsteilnehmern warnt, die sich seitlich nähern. Weitere Assistenzsysteme sind die Verkehrsschilderkennung, der einstellbare Geschwindigkeitsbegrenzer, die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, der Toter-Winkel-Assistent, der Müdigkeitswarner, der Fahrspur- und Fahrspurhalte-Assistent sowie der Distanzwarner.

Ein weiteres Highlight ist das Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC 3, mit dem sich das Audio- und Navigationssystem sowie eingebundene Smartphones über einfache und intuitive Sprachbefehle steuern lassen.

Dreizylinder im Vordergrund

Für den neuen Ford Fiesta sind derzeit drei Euro-6-Motoren lieferbar: der mehrfach preisgekrönte Ford-EcoBoost-Dreizylinder mit 1,0-Liter-Hubraum, außerdem ein Dreizylinder ohne Turbo-Aufladung mit einem Hubraum von 1,1 Litern sowie ein 1,5 Liter großer TDCi-Turbodiesel. Das Leistungsspektrum reicht zunächst von 70 PS bis 140. Besonders der kleine Dreizylinder-Turbobenziner stellt dabei die sicherlich interessanteste und zeitgemäßeste Alternative dar und ist in den Leistungsstufen 100, 125 und 140 PS erhältlich, wobei bei unseren ausgiebigen Testfahrten in der herrlichen Gegend im Südwesten von Namur besonders letztere Variante zu gefallen wusste. In Kombination mit dem bei Ford wie gehabt hervorragenden Fahrwerk und der entsprechend ausgezeichneten Straßenlage wird das Fiesta-Fahren zum Fest.

Patrick Weber

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