Volkswagen scheint die Dieselkrise gut überwunden zu haben. Das abgelaufene Geschäftsjahr war eines der besten der Unternehmensgeschichte. Die operative Rendite hat sich auf 4,1 Prozent verbessert.

Der Wandel vom reinen Automobilhersteller zum Anbieter von Mobilitätsleistungen ist in vollem Gang. Vor diesem Hintergrund ist Volkswagen aktuell dabei, sein Kerngeschäft zu sanieren, um die operative Rendite auch künftig weiter zu steigern. Ferner baut die Marke weitere Kompetenzen im Bereich der Zukunftstechnologien auf und hat sich in ihren Vertriebsregionen neu aufgestellt, um direkt vor Ort schneller, effizienter und passender auf die jeweiligen Begebenheiten und Entwicklungen der Märkte reagieren zu können.

Die Marke VW steigerte ihre Auslieferungen von 5,98 Millionen Fahrzeugen im Vorjahr auf 6,23 Millionen Einheiten im Jahr 2017. Mit einem Anteil von allein 3,2 Millionen Autos in China ist das Reich der Mitte
traditionell die stärkste Absatzregion von Volkswagen. Wesentlich mitverantwortlich für die steigenden Auslieferungen sind der Golf, der Tiguan und der Polo. Diese drei Modelle gehören weltweit zu den zehn am meisten verkauften Automobilen.

Mit der aktuellen Rendite von 4,1 Prozent „liegt Volkswagen voll im Plan“. Mittelfristig bleibt das Ziel jedoch diesen Wert auf mehr als sechs Prozent zu steigern. Dafür wird unter anderem das Produktangebot von VW bis 2020 fast vollständig erneuert.

Die Entwicklungsabteilung arbeitet zudem aktuell an 55 neuen Modellen. Ferner sieht Volkswagen große Chancen im Bereich der SUV und ist hier bereits gut aufgestellt. Der SUV-Anteil im Absatzportfolio der Marke Volkswagen ist von zehn auf 14 Prozent gestiegen. Jeder siebte verkaufte Volkswagen ist ein SUV und mit dem T-Roc kam kürzlich ein neues Modell auf diesem wachsenden Markt hinzu. Vom Tiguan wurden im vergangenen Jahr mit insgesamt 720 000 Einheiten gleich 200 000 Modelle mehr verkauft als 2016. Damit gehört dieser Typ weltweit zu den drei erfolgreichsten Geländewagen.

In der Region Nordamerika verzeichnete Volkswagen ein Wachstum von 5,2 Prozent. Ein entscheidender Faktor für
das florierende Geschäft ist dabei der Atlas. Kürzlich wurde er zum besten Auto der USA gekürt. In China heißt der Atlas Teramont und trifft dort ebenfalls voll den Geschmack der
Kunden. Jedes siebte in China verkaufte SUV war ein Teramont. Der Gesamtmarktanteil von Volkswagen
liegt in China bei aktuell 13 Prozent.

Auch im Bereich der CO2-Reduzierung drücken die Wolfsburger weiter aufs Tempo. Hierfür hat Volkswagen im Februar unter anderem ein eigenes neues Vorstandsressort für „E-Mobilität“ geschaffen. Die Pläne sind ambitioniert. Künftig wird der Standort Zwickau zum größten Zentrum für Elektro-Mobilität in Europa ausgebaut. Bis zu 1500 I.D und I.D. Cross sollen dort täglich vom Band laufen. Und dabei soll ein Fahrzeug von VWs künftiger Elektromarke so viel kosten wie ein vergleichbares Dieselmodell. Auch Audi und Seat
könnten demnächst elektrisch betriebene Fahrzeuge am sächsischen Volkswagen Standort produzieren.

Dennoch glaubt Volkswagen auch künftig an den Diesel. Die Auftragseingänge bleiben stabil, versichert der Vorstand in Wolfsburg. (ampnet/tw)

1 Kommentar

  1. Noch immer kein Hybrid und Wasserstoff !
    Kaum ein vernünftiges Elektro-Auto, LPG und NCG!
    Sind VW Diesel jetzt sauber ?
    Statt alte Diesel Umrüstung mit z.B. Add-blue nur Software Update ?
    Viel zu hohe Preise für sämtliche VW Modelle im Vergleich zu anderen Marken !
    So kommt natürlich Reichtum in die Bilanz !
    Schade, wirklich schade, aber schon lange kein Volks-Wagen mehr !

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