Vor dem Autohaus Kremer auf Mierscherbierg wurde am Donnerstag, den 20. Juli, die erste private Ladestation für Elektroautos und Plug-in-Hybride in Luxemburg offiziell in Betrieb genommen.

„CHARGY OK“ Im nationalen öffentlichen Netz integriert

Vor dem Autohaus Kremer auf Mierscherbierg wurde am Donnerstag die erste private Ladestation für Elektroautos und Plug-in-Hybride in Luxemburg offiziell in Betrieb genommen. Die Ladestation „CHARGY OK“, die Electris, ein nationaler Stromanbieter und Betreiber des Verteilernetzes der Stadt Mersch, installiert hat, ist in das nationale öffentliche Netz integriert. Zur Freischaltung kann der Kunde, genau wie im öffentlichen Chargy System, die Chargy Chipkarte nutzen. Die Chargy Karte ist kombinierbar mit den Dienstleistungen der „mKaart“ des Verkéiersverbond, sodass die Kunden eine Mobilitätskarte für Bus, Bahn, Velò, demnächst Tram und Elektroauto in der Tasche haben. Bis 2020 sollen insgesamt 1.600 „Chargy“-Ladepunkte installiert, zu denen die „Chargy OK“-Ladepunkte aus privater oder öffentlicher Hand hinzukommen.

Philippe Mersch, Geschäftsführer und Teilhaber des Autohauses Garage Kremer, das die Marken Kia und Subaru vertreibt, und Präsident der „Fédération des garagistes du Grand-Duché de Luxembourg“ (Fégarlux), betonte: „Mit der Installation dieser Ladestation möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen und als privates Unternehmen einen Beitrag zu einem nationalen Projekt leisten. Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen, die lückenhafte Abdeckung mit Ladestationen in der Region rund um Mersch zu verbessern.“

Electris ist Partner des nationalen Projekts „CHARGY“ und wird in Mersch bis 2020 insgesamt 13 Ladestationen betreiben, davon acht an öffentlichen Orten und fünf auf der P+R-Anlage der Eisenbahngesellschaft CFL. Darüber hinaus realisiert Electris mit seinen Kunden außerhalb von Mersch ehrgeizige Projekte, um die landesweite, interoperable Ladeinfrastruktur weiter auszubauen und für jedermann einfach nutzbar zu machen.

Etwas kritischere Töne gab es von Bürgermeister Michel Malherbe (DP), der bekanntlich Mitarbeiter des Ölproduzenten Total in Luxemburg ist. Er blieb nicht mit seiner Skepsis gegenüber reinen Elektroautos hinterm Berg. Die immer noch zu niedrige Reichweite dieser Fahrzeuge und der Mangel an Ladestationen würde die potenzielle Kundschaft nicht unbedingt anlocken. Ausserdem stellte er die Aussagen, bei diesen Ladestationen würde zu 100 Prozent grüner Strom verkauft, in Frage. Er brach ein Schwert für Hybridautos und wünschte der Direktion des Autohauses Kremer weiterhin viel Erfolg.

Roger Infalt

1 Kommentar

  1. Ein Mitarbeiter des Ölproduzenten Total stellt den Sinn von Elektro-Autos in Frage, da nicht sicher sei, ob überall “grüner Strom” verkauft werde. Darf ich diesen TOTAL-Mitarbeiter fragen, mit welchem Strom seine Waschmaschine zuhause läuft und mit welchem Strom er sein Handy auflädt ? Ist das auch grüner Strom, oder gar blauer, roter oder gelber ” ? Und wenn bei einem herkömmlichen Auto der Tank nicht voll ist, ist die Reichweite auch gering. Ich müsste diesen Total-Mitarbeiter auch fragen, weshalb der Staat sich so schwer tut, eine Bonus-Prämie für Elektro-Autos auszuzahlen ? (z.B. über den Weg einer TVA-Reduktion,) die den Käufern DIREKT zugute käme? Schönen Gruß von der hoch gelobten administrativen Vereinfachung. Der schwerfällige Weg über eine Steuerreduktion (erst) im Jahr 2018-2019 lockt eine potentielle Kundschaft auch nicht unbedingt an. Und erst recht nicht jene, die (aus welchem Grund auch immer) überhaupt keine Steuern zahlen bzw. keine Steuererklärung abgeben.

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