Der X3 kommt mit erwiesener Topleistung bei Technik, Design, Ausstattung und Fahrverhalten. Billig ist das nicht, vor allem nicht, wenn man den Verlockungen nicht gerade preisgünstiger Sonderausstattung erliegt. Bei der Riesenauswahl von Optionen erhält man jedoch ein Auto, das in dieser Form sonst keiner hat. „Naja, knurrte Oma mit den Springerstiefeln. Du kannst dein Auto ja gleich bar bezahlen. Dann hast du ohnehin eins, das sonst niemand hat!“ Ich nannte ihr den Basispreis des X3 mit Dreiliter Turbo-Diesel und 265 PS, nämlich 54.800.- EUR und die Liste mit den Paketen M Sport, Connected Services Pack, Comfort Pack, Innovation Pack, Business Pack Plus und Audio Pack, die unseren Testwagen ausrüsteten und kam dann auf ein Total von 81.000.- EUR und ein paar Mücken.Dafür ist er günstig im Verbrauch.

Stimmt, der Dreiliter Diesel ist nicht nur stark, elastisch und extrem durchzugsfreudig, sondern auch ziemlich genügsam angesichts der Fahrleistungen, zu denen er fähig ist. Bei gemütlicher Autobahnfahrt, sprich gesetzlich vorgeschriebener Tempo-Disziplin, lag der Verbrauch weit unter 7 Liter.

Überdurchschnittlich hoch ist das Fahrvergnügen, das dieser X3 bereitet. Ob schnell oder langsam, man freut sich, dieses Auto zu lenken und wenn’s mal etwas langweilig wird, kann man vom Modus „Comfort“ auf „Sport“ umstellen, dann geht’s härter und drehfreudiger zur Sache, immerhin ist man hier an Bord eines BMW und als solcher ist er sich sehr wohl seines sportlichen Standings bewusst. Mit der 8-Gang Steptronic Automatik, die bei Bedarf von „Drive“ auf „S“ umgelegt werden kann zeigt er sich sowohl als Gentleman als auch als dynamischer Draufgänger. Sein intelligenter Allrad xDrive macht ihn zudem geländegängig, allerdings verspürte ich nur wenig Lust, mich mit 81.000.- Euro in den Schluchten des Balkans zu verlieren.

Eine Augenweide sind die Cognac-braune Lederausstattung, die Sportsitze vorne (M Sport Pack), das Sportlenkrad und das allgemeine Design des Interieurs, wo man die vertraute BMW-Anordnung und Übersicht vorfindet, die jede Fahrt in jedem BMW so angenehm machen. Daneben verfügt der X3 über eine Armada an passiver und aktiver Sicherheitsausstattung, das ist zeitgemäss und lobenswert. Auch etwas nervend, was den Spurhalte-Assistenten betrifft, der sich bei der geringsten Abweichung mit sadistischer Sturheit im Lenkrad meldet. Auf Baustellen und dem damit verbundenen Spurstreifen-Salat, kurz gesagt, auf den meisten Strassen Luxemburgs, kommt er aus dem Zittern nicht mehr raus, da hilft nur noch die Flucht auf einen Parkplatz, um das Ding abzustellen, was nicht so einfach ist, denn man hat den Eindruck, BMW hat dem Spurhalte-Assistenten eine Überlebenssoftware mit auf den Weg gegeben, die sich hartnäckig jedem Versuch des Ausschaltens widersetzt.

2 Kommentare

  1. Und nach 4 Jahren haben Sie einen Wertverlust von 85%. Und dann stellt sich die Frage ob es wirklich ein sauteueres Deutsches Auto sein muss. 40000€ weniger 85% sind nicht so schmerzhaft wie 81000 minus 85%. Im Gegensatz zu Früher ist der Wertverlust heute überall der gleiche.
    Aber was denkt der Nachbar wenn man keinen BMW mehr hat? ;-)))

  2. Da lob ich aber meinen 2,4 Liter Benziner mit 2 Elektromotoren und SELBST-ladender Batterie (kein Kabelsalat etc.,, 11 Jahre Batteriegarantie, alle elektronische Hilfsmittel) von einem japanischen Hersteller der solches seit 20 Jahren produziert. (= Weltweit Nr1 in Verkaufszahlen vor dem deutschen Hersteller)

    NUR 7,1 Liter auf 100 km. in Stadt und durch Dörfer, meist mit Volldampf durch die belgischen Ardennen Richtung Eupen und Aachen. Da fährt jeder auf der Autobahn mit 140-160, also keine Schonkost. Der Hybrid-Dauerlader lohnt sich. (58 000 EUR.)

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